Rueda – wichtigste Weißweinappellation Spaniens

Im Rahmen unserer Nordspanien-Reise besuchten wir auch die bedeutendste Weißweinappellation des Landes. Das Anbaugebiet Rueda erstreckt sich vom Ufer des Duero westlich von Valladolid nach Süden. Im Zentrum der Weinbauregion liegt die alte Handelsstadt Medina del Campo. Zur Zeit stehen auf etwa 10000 Hektar vor allem weiße Reben.

Die Hauptrebsorte des Gebietes ist Verdejo – der Shootingstar in der spanischen Weißweinszene. Die Weinberge befinden sich auf mindestens 650 m Höhe, an einigen Orten wachsen sie sogar auf 900 m und darüber. Selbst an heißen Sommertagen fallen die Temperaturen in der Nacht stark ab, so dass sich Säure und Frucht optimal ausbilden können. Die frisch-fruchtige Stilistik der Weine wird durch die kargen Böden unterstützt. Es sind überwiegend gut drainierte Kiesböden mit ein wenig Kalkstein. Zum Teil sind sie eisenhaltig. Das fördert das Ausbilden einer lebhaften, meist jedoch schön balancierten Säure.

Wir gastierten beim Kontrollrat der D.O. Rueda und ließen uns über aktuelle Entwicklungen im Gebiet informieren. Wichtigster Trend: Die Sorte Verdejo gewinnt weiter an Bedeutung und wird bereits auf drei Viertel der Rebfläche kultiviert, während der Anteil von Sauvignon blanc rückläufig ist. In 2012 wurden nehr als 63 Mio. Flaschen Rueda produziert, 18 Prozent davon gingen in den Export. Exportland Nummer 1 sind mit über 3 Mio. Flschen die Niederlande, gefolgt von Deutschland mit knapp 2,7 Mio. Flaschen und den USA mit etwas mehr als 1,1 Mio. Flaschen.

Anschließend gab man uns die Gelegenheit, eine große Auswahl der im Gebiet produzierten Weine zu verkosten. Der Jahrgangs 2012 präsentierte sich insgesamt bereits sehr zugänglich mit einer wunderbar klaren, frischen und enorm fruchtigen Performance. Bei aller Unterschiedlichkeit im Detail waren eine Reihe stilistischer Gemeinsamkeiten deutlich zu erkennen. In der Nase eines jungen Rueda dominiert sehr oft feinstes Stachelbeeraroma, begleitet von zarter Apfelfrucht, Birnen oder Mango, Pfirsich und einem Hauch Limone. Am Gaumen gefielen viele Abfüllungen durch einen vollen und weichen Eindruck. Säure, Frische und Fruchtigkeit vermählen sich beim Rueda auf wundervolle Weise mit Fülle und Extraktreichtum. Vereinzelt wird im Gebiet auch neues Eichenholz eingesetzt, das allerdings eher selten für zusätzliche Komplexität sorgt.

Dass sich Verdejo und neues Eichenholz auch sehr gut miteinder vertragen können, davon konnten wir uns beim Besuch der Bodega Ossian Vides y Vinos überzeugen. Ossian Vides y Vinos ist das Projekt von Aalto-Chef Javier Zaccagnini. Zacchagnini, der sich mit dem Pierre Millemann einen führenden Önologen aus dem Burgund als Berater holte, hat den Ehrgeiz, im Bereich des Weißweins Ähnliches zu vollbringen, wie es ihm mit Aalto in der D.O. Ribera del Duero gelungen ist – einen neuen Qualitätsstandard zu setzen und einen der besten Weißweine des Landes im Stile des Burgund zu etablieren.

Ismael Gozalo, der Agroingenieur des Weingutes, eräuterte uns im Kelterhaus, was Ossian blanco, den Topwein des Betriebes so besonders macht: “Das natürliche Potenzial ist einzigartig. Unsere Weinberge sind die höchst gelegenen im ganzen Gebiet und wir können auf bis zu 160 Jahre alte, wurzelechte Verdejo-Reben zurückgreifen. Da wir hier über Sandböden verfügen, konnte die Reblaus, die den Sand nicht mag, den Weinbau unseres Gebietes Ende des vorletzten Jahrhunderts nicht zerstören.” Ismael strahlt: “Wer so kostbare Reben hat, pflegt sie auch entsprechend. Deshalb arbeiten wir ökologisch und schützen unsere Reben mit Salbei, Brennesseln, Schachtelhalm und anderen Pflanzen gegen Schädlinge.

Das gesamte kellertechnische Prozedere ist eng an die Vinifizierungstraditionen des Burgund angelehnt, “zumindest soweit es hilft, unsere Vorstellungen vom idealen Ossian zu verwirklichen. Die Gärung und der Ausbau finden in Barriques aus französischer Eiche im alten Kloster Parral statt.”

Der Ossian ist sicherlich einer der ungewöhnlichsten Vertreter der D.O. Rueda. Er erinnert tatsächlich mehr an einen großen Burgunder als an den fruchtig-frischen Stil der überwiegenden Mehrheit der Weine des Gebietes. Als wir ihn im Glas haben, wird es still, auch Ismael unterbricht seinen Redefluss, es knistert vor Spannung, bis sich die ersten anerkennend verneigen und andere applaudieren. Alle wissen: Das ist ein großer Weißwein!

Allein aufgrund seiner Preisklasse bleibt der Ossian jedoch ein Luxusprodukt. Die Liebhaber preiswerter Alltagsweine kommen bei Ossian Vides y Vinos auch auf ihre Kosten. Der “Quintaluna” kostet rund 6 Euro und hat das Zeug für einen Kassenschlager. Er wird zu 60% aus Verdejotrauben gekeltert, die von uralten, wurzelechten Weinstöcken stammen. Der Rest stammt aus jungen Trauben, die in Spalierzeilen erzogen werden. Der Quintaluna präsentiert sich in der Nase zurückhaltend fruchtig und ungemein fein. Seine Aromen erinnern dezent an weisse Blumen und frische Kräuter und einen Hauch Anis, Steinobst (Pfirsiche) und Zitrusfrüchte (Zitronen und Mandarinen). Am Gaumen gefällt er mit einem runden, harmonischen Auftritt und einem erfrischenden, recht druckvollen Finale.

Weitere empfehlenswerte Rueda-Produzenten

Bodegas Álvarez y Diez, Bodegas Belondrade y Lurton, Castilla la Vieja, Vinos Blancos de Castillo (Marqués de Riscal), Cooperativa Agricola Castellana, Sanz, Terna Bodegas, Marqués de Irún, Vinedos de Nieva

Alte Reben im nördlichen Rioja Alta Gebiet

Bodegas Solabal – junges Weingut mit großem Potential – eine spannende Station auf der FUW-Reise durch Nordspanien

1988 wurde die Bodega von 12 Weinbauern im Abalos (Rioja Alta) gegründet. Hier im nördlichsten Zipfel des Rioja Alta Gebietes, umgeben von der baskischen Rioja Alavesa Zone, entstehen hochkonzentrierte Rotweine. Es werden nur Weine aus eigenen Rebanlagen produziert. 120 Hektar Eigenbesitz befinden sich oberhalb des Ebro in 400 – 600 Meter Höhe, ein Großteil besteht aus alten Rebanlagen, teilweise über 100 Jahre alt

Von der „sala de cata“, dem Verkostungsraum, im obersten Stock des Hauptgebäudes der Bodega hat man einen herrlichen Blick über das Städtchen Abalos und den Bergen der Sierra Cantabria. In großer Höhe befinden sich die privilegiertesten Lagen der nördlichen Rioja.

Für die fassgereiften Weine werden nur die besten, handgelesenen Trauben der ältesten Rebstöcke verwendet, dabei findet der Fassausbau in amerikanischen und französischen Barriquefässern statt.

Schon für die Crianza werden die Weinpartien sehr sorgfältig selektiert. Seit Jahren erzeugt Solabal eine der besten Crianza des gesamten Riojagebietes – hochkonzentriert, feinfruchtig und elegant. Mit einem Bukett von Waldbeeren, Röstaromen und Würznoten, tiefer Farbe, am Gaumen feine Fruchtnoten, samtige Tannine, gut balanciert, mit langem Nachhall.

Der neue Spitzenwein ist der „Vala de Solabal“. Ein Konzentrat der besten und ältesten Rebparzellen. Von Jahr zu Jahr wird entschieden welche der älteren, 90 Jahre, Parzellen die besten Trauben liefern. Radikale Selektion und äußerst niedrige Hektarerträge ergeben einen hochkonzentrierten Wein mit Wucht und Länge, verfeinert in neuen französischen Barriquefässern. Nur ca. 3.500 Flaschen mit einer schwarz roten Farbe, intensivem Bukett nach dunklen Früchten und Schokolade mit einer kräftigen Struktur und Tiefe sowie einem nachhaltigen langen und fruchtigen Abgang.

Berühmt und hoch bewertet ist auch der „Esculle de Solabal“, der zweite Spitzenwein der Bodega. Hier wird der hochwertigste Wein einer traditionellen „maceracion carbonica“, der sogenannten „vino de esculle“, im Edelstahltank komplett vergoren. Anschließend erfolgen dann malolaktische Gärung und Ausbau in neuen Barriques aus französischer Eiche. Eine aufwendige wie seltene Vinifikation mit beeindruckendem Ergebnis, bei dem feinste Fruchtaromen, Kraft und Fülle zu einer eleganten Einheit mit viel Finesse werden.

Bei Ihrem nächsten Aufenthalt im Riojagebiet sollten Sie unbedingt die Bodega Solabal besuchen. Ricardo Peciña, der Direktor des Weingutes wird Ihnen mit Stolz und Freude das Weingut und seine Weine präsentieren.

Reinhard Bauer für den FUW

FERRATUS Magnetismo Puro

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Das Neuste aus der Mitte des Ribera del Duero

So wurden wir während unserer Fachverbands-Reise auf dem Weingut begrüßt.

Marie Luisa Cuevas ist ein „starke“Frau. Die Chefin des futuristisch und relativ jungen Weingutes ist gerade aus Chicago zurück. Trotz Jetlag und Müdigkeit strotzt sie voller Kraft und Energie wenn sie über ihr Unternehmen und vor allem über ihre Weine spricht.

Und in der Tat, was sie macht, macht sie wirklich sehr gut. Ihr würde mein „sehr gut“ sicher nicht gefallen, denn sie ist angetreten, um die besten Rotweine des Riberas zu produzieren. Ein sehr hohes Ziel, dem Sie alles andere unterordnet.

Ferratus 2Marie Luisa Cuevas ist nicht nur voller Esprit und Scharfsinn wenn es um ihren Wein geht. Sie ist geradezu besessen mit allen menschlichen wie technischen und finanziellen Möglichkeiten den Olymp der Fine-Wines zu erklimmen. Ihr Anspruch an sich selbst ist enorm hoch.

Eine faszinierende Frau in dieser maskulinen Weinwelt. Sie polarisiert mit ihrem Eigensinn und mit Widerspruch kann, oder will, sie nicht umgehen. Dieses selbstbewusste Auftreten ist sicher nicht Jedermann’s Geschmack. Doch ihre Weine sind (um jetzt das „sehr gut“ zu unterstreichen) klasse und so verzeiht man ihr ihre Art mit dem ersten Schluck.

Wer grundsätzlich an den Rotweinen des Ribera del Duero große Freude hat, sollte sich also FERRATUS merken.

Marie Luisa Cuevas konzentriert sich auf nur drei Rotweine. Alle aus 100% Tempranillo. Die Rebstöcke sind zwischen 25 und 80 Jahre alt und es wird grundsätzlich von Hand gelesen. Der Transport zum Weingut erfolgt besonders schonend in Kisten á 15kg. Im Betrieb wird Traube für Traube auf dem Selektioniertisch ein weiteres Mal begutachtet und nur die auf den Punkt perfekt gereiften Beeren finden den Weg in die Kelter. Bevorzugt werden Barriques bester Güte aus französischer und amerikanischer Eiche.

Der aktuelle Jahrgang 2012 Ferratus AO liegt, je nach Bezugsquelle, zwischen € 7 und € 9. Der Ferratus Crianza 2007 liegt bereits in der Preisklasse um € 20. Der 2006er, den wir noch probieren konnten (der auch viele „Parker.&.Co..Punkte“ erhielt), gilt bereits als ausverkauft.

Ferratus Crianza 2007: Reift ganze 12 Monate lang in neuen französischen (95%) und amerikanischen (5%) Eichenfässern. Intensives Kirschrot mit violett schimmernden Reflexen. Hohe Farbdichte, sauber und glänzend. Nase: Aromen von dunklen Früchten (reife Heidelbeeren) und eine Spur von Schokolade und Kakao. Im weiteren Verlauf eröffnen sich feine Noten von Tabak, Nelke und Pfeffer. Am Gaumen: Intensiv, parallel dazu seidig und elegant. Aufgrund seiner guten Säure ist Frische spürbar, ein angenehmes rundes Tannin gibt ihm Schmelz. Langer und anhaltender Abgang.

FERRATUS Bodegas Cuevas Jiménez S.L. Ein Name, der es lohnt sich zu merken, da wir in den nächsten Jahren sicher noch mehr hören werden. Weitere Infos unter: http://www.ferratus.es

Michael Kugel für den FuW

Die kleinste DO Spaniens: Txakoli bei Getaria

Eigene Anreise mit Treffpunkt Bilbao Flughafen.

So lautete der Erste Programmpunkt auf der Weinreise 2013 vom Fachverband der unabhängigen Weinreferenten. Nachdem die Truppe versammelt war, die Autos gemietet und bepackt, starteten wir los nach San Sebastian. Die Stadt wurde besichtigt, die Sonnenstrahlen beim Strandspaziergang intensiv genossen ….

und weiter ging es nach Getaria. Dort besuchten wir die Bodega Agerre in Getaria, die den typischen Weißwein des Baskenlandes „Txakoli“ produzieren. Der Txakoli ist ein fruchtiger Jungwein mit goldgelber Farbe und einen durchschnittlichen Alkoholgehalt von 11% und einer leichten charakteristischen Säure. Traditionell wird er mit etwas kräftigem Strahl eingeschenkt. Auf diese Weise entfaltet der leicht kohlensäurehaltige Wein seine ganze Palette an Fruchtaromen.

Txakoli? – Was verbirgt sich hinter diesem exotischem Begriff?

Der Txakoli ist ein Wein der seit Urzeiten eng mit der Kultur des baskischen Volkes verbunden ist. Die Abstammung der Bezeichnung Txakoli führt wohl auf das baskische Wort etxakoa zurück. Das bedeutet so viel wie hausgemacht oder auf dem Hofgut gemachter Wein. Die Einzigartigkeit des Weines ist den Natureigenschaften seiner Anbaugebiete zu verdanken. Küstennahe Gebiete in denen schon seit Jahrtausenden Weinreben wachsen.

Die meist angebaute beheimatete Rebsorte ist Ondarribi Zuri. Weiter gibt es noch die Rebsorten Ondarribi Zuri Zerratia sowie Mune Mahatsa.

Dem Besuch der Bodega folgte das Abendessen im Fischrestaurant Kaia Kaipe Die Hausspezialität Steinbutt aus Wildfang frisch vom Grill und Weine aus der sensationellen Weinkarte des Restaurants rundeten den ersten Tag der Weinreise durch Nordspanien wunderbar ab. Nach einer Übernachtung in Getaria ging es am nächsten Morgen weiter nach Rueda.

Renate Liebl für den FUW

FuW erkundet die Weinregionen in Nordspanien

Weinreferenten des FuW bereisten den Norden Spaniens auf der Suche nach spannenden Weinen vom 6. bis 9. März 2013.

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Die erste Frühlingssonne wurde in San Sebastian genossen, um dann den  eher unbekannten typischen Weißwein des Baskenlandes „Txakoli“ bei der Bodega Agerre in Getaria zu verkosten.

Ein Höhepunkt der Reise war sicherlich das Abendessen im Fischrestaurant Kaia Kaipe (Getaria) mit einer grandiosen Weinkarte!2013-03-08 15.23.08

Der nächste Tag war den Weißweinen aus dem kühlen Hochland der Rueda gewidmet:

- Bodega Ossian in Nieva, einem der Avantgardisten des Ruedagebietes2013-03-07 14.21.30
- Bodega Vinedos de Nieva, und auch die Bodega La Soterrana brachten einen interessanten Eindruck der Rebsorte Verdejo. Ein  General Tasting“ in der C.R.DO. Rueda komplettierte den vielfältigen Eindruck der Weinstilistiken der DO Rueda.

Durch wilde ursprüngliche  Landschaften ging die Fahrt weiter in die DO Ribera del Duero:

Ein sehr persönlicher Empfang mit einem umfassenden Tasting bei der  Bodega Figuero in La Horra, zeigte das unglaubliche Potential der alten Tempranillo-Rebstöcke des Weinguts. Vinophiler Höhepunkt der “Tinus”
Im Gegensatz zu der renommierten Bodega standen die  handwerklichen Weine eines ehemaligen 2013-03-08 14.21.442013-03-08 15.00.47Flugbauingenieurs von Camino de Soria.
Postmodern zeigte sich am Abend dann sowohl die Bodega als auch die Weine von Ferratus.

Der dritte Reiseteil war den Weinen der Rioja gewidmet:- Bodega Covila in La Puebla de Labarca (Rioja Alavesa)
- KultwinzerAbel Mendoza der  Bodega  in San Vicente de la Sonsierra mit  individuellen großartigen Weinen
- Bodega Solabal (Rioja Alta)

In den nächsten Tagen folgen Berichte zu den einzelnen Weingütern!

Der Abschlussabend im Kochclub von Jordi von Krenski unserem kundigen Reiseführer war eine tolle Überraschung. Eine leidenschaftlich kochende Herrenriege tischte auf! Lecker und frisch mit viel Lokalkolorit.

Herzlichen Dank an die beiden Organisatoren: Reinhard Bauer und Jordi von Krenski für die spannenden Eindrücke dieser Reise!

 

 

 

 

Wintermeeting an der Saale/Unstrut

Gut Tannepöls bei Halle an der Saale

Gut Tannepöls bei Halle an der Saale

Während eines 2-tägigen Meetings auf dem Gut Tannepöls bei Halle haben sich die Mitglieder des FUW zu aktuellen Themen der Weinwelt ausgetauscht. Der deutsche Weinmarkt ist einem ständigen Wandel unterzogen, der eine stetige Anpassung der Weinthemen und Schulungsinhalte erfordert. Besonders spannende Diskussionen zum Thema ” Weinschulungen durch offene Seminare” erbrachten für alle Referenten einen aktuellen Überblick zu diesem speziellen Marktsegment auf Grund der bundesweiten Verbreitung der Verbandsmitglieder.
Während der Winter mit viel Schnee und eiskaltem Nordwind an Saale/Unstrut Einzug hielt, nahmen die Planungen für eine gemeinsame Reise in die Nordspanischen Weinbaugebiete im März konkrete Formen an. Ausgehend von Bilbao stehen interessante Weinmacher und gastronomische Höhepunkte auf dem Reiseplan.

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FUW Mitglieder beim Tagen

Eine Führung durch die „Franckesche Stiftungen“ in Halle brachte kulturelle Einblicke in das Leben und Wirken eines großen Pädagogen: August Hermann Francke. Die historischen Gebäude stehen heute als weltweit einzigartiges Beispiel sozialer und pädagogischer Zweckarchitektur auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO Weltkulturerbe.
Die Praxis des Weintrinkens wurde im Rahmen eines gemeinsamen Weinabends und einem Weingutsbesuch vertieft.

Besuch der Franckeschen Schulstadt in Halle

Besuch der Franckeschen Schulstadt in Halle

Fazit: Dieser auf der letzten Hauptversammlung beschlossene zusätzliche Versammlungstermin ermöglicht in großer Runde den intensiven Austausch zu aktuellen Themen und schafft Raum zur Planung gemeinsamer Projekte. Ganz nach dem Motto: Einer für alle, alle für Einen!

Das FuW Weinkennerdiplom in der italienischen Gastronomie

Der Wein spricht mit uns…
…wir müssen nur lernen, seine Sprache zu verstehen!

Weinkennerdiplom GastronomieDieses Prinzip der Sprache ist der Grundsatz, nach dem unsere Referentin Daniela Cellai den Wein-Kurs gliedert. Schon lange führt sie diese Qualifikationen für den Fachverband unabhängiger Weinreferenten FuW durch – und inzwischen schon zweimal in Zusammenarbeit mit A tavola! Das glasklare Resümee dieser ersten Erfahrungen bestärkt uns alle darin, weiterzumachen – denn das Niveau des Weinwissens ist bei weitem nicht dort, wo es sein sollte!

Wussten Sie zum Beispiel, dass es sehr objektive Kriterien für die Qualität eines Weins gibt? Dass man nach einfachen und klaren Faustregeln verschiedene Weine einordnen, voneinander unterscheiden und somit die beste Wahl für verschiedene Speisen treffen kann? Dass Sie einen Wein geschmacklich nachsteuern können, indem Sie ihn auf die beste Temperatur bringen?

Diese Fragen werden in unserem Tages-Seminar spielend und fast nebenher beantwortet, denn es werden alle Facetten des Weins berührt – von seinem Anbau über die Vorgänge im Keller bis zur Verfeinerung in der Flasche wird Schritt für Schritt erklärt, was geschieht und wie sich die einzelnen Stationen auf das Endergebnis auswirken.
Natürlich geht man als Servicekraft oder als Gast nur selten die Kellerei besuchen, aus der ein ausgewählter Wein kommt – aber selbst am Tisch – genauer im Glas – erklärt sich der Wein ganz von selbst, durch seine Farbe, seinen Lauf im Glas, durch seinen Duft und seine Aromen – eben: Er spricht mit uns!

Diese Erfahrung ist unter vielen Gesichtspunkten besonders, und gerade in der Gastronomie – selbst der italienischen – leider eine viel zu seltene. Das liegt nicht daran, dass unsere italienischen Gastronomen den Wein nicht kennen, sondern vielmehr daran, dass die Leidenschaft im täglichen Umgang mit Speisen und Weinen manchmal etwas abstumpft. Aber genau darunter leidet die Qualität, denn der richtige Wein wertet die guten Speisen auf, und so sollte man sich gelegentlich einer Auffrischung dieses Themas widmen.

So betrachtet ist das Ergebnis des Kurses für Profis eine nachvollziehbare Auffrischung von Kenntnissen, und für Neueinsteiger eine atemberaubende Selbsterfahrung. Aber gerade für Profis, Servicekräfte und Beverage-Manager ist es genau genommen ein Muss – das am Ende des Tages erworbene Weinkennerdiplom ist zudem eine kleine Qualifikation, die auf dem weiteren Berufsweg durchaus hilfreich sein kann.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, die Parallelverkostung verschiedener Weine, bei genauer Analyse der Eigenschaften, die sie ausmachen – und natürlich werden hier auch bewusst ein paar Fehler eingebaut, die klar belegen, warum bestimmte Temperaturen, bestimmte Speisenkombinationen und bestimmte Glasformen sein müssen.

Auf diese Weise wird klar, dass die richtige Auswahl und der richtige Service keinesfalls willkürliche Elemente einer Schickeria-Kultur sind, sondern Notwendigkeiten für ein exzellentes Erlebnis in der Gastronomie.

Kontinuität auf höchstem Niveau – Das Weinkennerdiplom ” Gold”

Das Weinkennerdiplom "Gold" in Melsungen

Melsungen. Es ist vollbracht. Weitere Absolventen des Weinkennerdiploms in Gold haben das Wein-Ausbildungskonzept des FuW erfolgreich durchlaufen!

Erst den Bronze-Kurs, dann Silber und nun wurde am 22. November 2012 die letzte Hürde gemeistert. Der anspruchsvollste Teil des FuW-Fortbildungsprogramms, das Weinkenner-Diplom in Gold, wurde erfolgreich abgeschlossen. Einen ganzen Tag unterrichtete Michael Kugel im EDEKA Bildungszentrum zum Thema “Sensorik”, “welcher Wein zu welcher Speise”, die verschiedenen “Weinstile” und wie man Weine qualitativ beurteilen kann. Am Ende der Fortbildung  stand eine umfangreiche Prüfung. Das korrekte Erkennen der Weine war hierbei wohl am schwierigsten, umso mehr freute sich Michael Kugel, dass nahezu alle Teilnehmer diese anspruchsvolle Prüfung bestanden haben.

Die italienische FuW-Kollegin Daniela Cellai hat Herrn Kugel assistiert . Sie erteilt erfolgreich die Diplom-Kurse in der Italienischen Gastronomie seit Oktober 2012 .

Die EDEKA Hessenring bietet seit 2009 das FuW Weikenner-Diplom seinen selbständigen Kaufleuten, Marktleitern und Mitarbeiter der Wein-Fachabteilung an. Das es auch in 2013 weitergehen wird ist sicher. Dies zeigt der Seminarkatalog 2013 der EDEKA-Hessenring-Gruppe. Die Teilnehmer lieben diese Weinkurse.Der Spaßfaktor liegt in der Bewertung bei einer glatten “Eins”.

Die ersten Anfragen für den nächsten Bronze-Kurz am 13.03.2013 liegen bereits vor. Insgesamt haben bei der EDEKA Hessenring bereits knapp 300 Mitarbeiter die Diplomkurse besucht.