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	<title>Deutschland &#8211; Die Weinreferenten</title>
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	<title>Deutschland &#8211; Die Weinreferenten</title>
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		<title>Masterclass Lemberger</title>
		<link>https://www.weinreferenten.de/weinverkostungen/masterclass-lemberger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Denis Duhme]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 09:41:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinverkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Weine]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FuW]]></category>
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					<description><![CDATA[Dr. Ulrich Hagenmeyer zeigte in seiner Lemberger Masterclass das Zukunftspotential der Rebsorte mit einer Verkostung entlang der VDP-Qualitätspyramide.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large" style="margin-bottom:27px"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1200" height="675" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinberge-wuerttemberg-1200x675.jpg" alt="Herbstliche Weinberge in Württemberg" class="wp-image-2793" srcset="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinberge-wuerttemberg-1200x675.jpg 1200w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinberge-wuerttemberg-900x506.jpg 900w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinberge-wuerttemberg-768x432.jpg 768w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinberge-wuerttemberg.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Es gibt diese Momente im Glas, in denen besonderer Wein anfängt, „sensorisch zu schwingen&#8220; und zu berühren. Dr. Ulrich Hagenmeyer gab ihnen in seiner „Lemberger Masterclass&#8220; einen Namen – und eine Richtung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large" style="margin-bottom:27px"><img decoding="async" width="675" height="1200" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-hagenmeyer-vortrag-675x1200.jpg" alt="Dr. Ulrich Hagenmeyer präsentiert die Lemberger Masterclass" class="wp-image-2797" srcset="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-hagenmeyer-vortrag-675x1200.jpg 675w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-hagenmeyer-vortrag-506x900.jpg 506w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-hagenmeyer-vortrag-768x1365.jpg 768w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-hagenmeyer-vortrag-864x1536.jpg 864w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-hagenmeyer-vortrag.jpg 1125w" sizes="(max-width: 675px) 100vw, 675px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Klimawandel als Chance für den Lemberger</h2>



<p>Dann der Realitätscheck für etablierte Premiumweine: Der Klimawandel bis ins Jahr 2050, messbar gemacht über den Huglin-Index. Viele klassische südliche Premiumherkünfte laufen Gefahr, genau diese feine Schwingungsfähigkeit zu verlieren – zu warm, zu breit, zu wenig Spannung. Der Blaufränkisch hingegen, bereits angepasst an heißes pannonisches Klima, zeigt sich erstaunlich resistent: stabile Säure, moderater Zuckeraufbau, dazu eine ausgeprägte Fähigkeit, Terroir präzise abzubilden – vorausgesetzt, man widersteht der Versuchung von Überreife, Überextraktion und Holzüberladung.</p>



<p>Die Konsequenz ist fast schon kühn: Für Regionen nördlich der Alpen könnte diese Rebsorte als Lemberger zur dunkelfruchtigen Premium-Antwort der Zukunft werden. Eine eigenständige Position zwischen Pinot Noir und Syrah, würzig, vibrierend, mit klarem Profil. Für Württemberg eine strategische Chance, sich im dunkelfruchtigen Rotweinbereich neben seinen exzellenten Spätburgundern mit Alleinstellung zu platzieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verkostung entlang der VDP-Qualitätspyramide</h2>



<p>Wie das im Glas schmeckt, zeigte die vergleichende Verkostung entlang der <a href="https://www.vdp.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">VDP</a>-Qualitätspyramide vom Gutswein bis zum Großen Gewächs: Der kraftvollere, stoffigere Unterland-Stil von <a href="https://www.wachtstetter.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rainer Wachtstetter</a> traf auf die kühlere Eleganz von <a href="https://weingut-karl-haidle.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Karl Haidle</a> aus dem Remstal. Ergänzt wurde das Bild durch die spannenden Newcomer <a href="https://weingut-lassak.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lassak</a> und <a href="https://weingut-idler.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marcel Idler</a>, deren Spitzen-Lemberger ebenfalls eindrucksvoll belegten, wie viel Zukunft in dieser Rebsorte steckt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large" style="margin-bottom:27px"><img decoding="async" width="1200" height="900" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinflaschen-1200x900.jpg" alt="Aufstellung der Lemberger-Verkostungsweine von Wachtstetter, Haidle, Idler und Lassak" class="wp-image-2798" srcset="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinflaschen-1200x900.jpg 1200w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinflaschen-900x675.jpg 900w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinflaschen-768x576.jpg 768w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinflaschen-1536x1152.jpg 1536w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/masterclass-lemberger-weinflaschen.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Ein herzliches Dankeschön an die Weingüter für die gesponserten Flaschen – und für eine Masterclass, die noch lange nachschwingt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>DWI zu Gast bei den WEINREFERENTEN</title>
		<link>https://www.weinreferenten.de/weinwissen/dwi-zu-gast-bei-den-weinreferenten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Denis Duhme]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 09:36:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinwissen]]></category>
		<category><![CDATA[FuW Treffen]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Weine]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FuW]]></category>
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					<description><![CDATA[Florian Koch vom Deutschen Weininstitut referierte beim Jahrestreffen der WEINREFERENTEN über Alkoholbashing und das romanische Bezeichnungsrecht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Rahmen des Jahrestreffens der WEINREFERENTEN in Koblenz referierte Florian Koch, Ressortleiter Aus- und Weiterbildung beim <a href="https://www.deutscheweine.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschen Weininstitut (DWI)</a> über zwei absolut aktuelle Themen der Weinbranche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alkoholbashing – Was sagt die Wissenschaft wirklich?</h2>



<p>In seinem ersten Vortrag ging Florian Koch auf das Thema „Alkoholbashing&#8220; ein, dem sich die deutschen Winzerinnen und Winzer zunehmend ausgesetzt sehen und mit dem sich das DWI intensiv auseinandergesetzt hat. Das DWI kritisiert die neuen Empfehlungen der <a href="https://www.dge.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)</a> von 2024, die ein „Am besten null Alkohol&#8220; fordern als nicht ausreichend evidenzbasiert. Die DGE übernimmt dabei unkritisch das von der WHO entworfene „No safe Level&#8220;-Narrativ, welches wissenschaftlich aus der Sicht von Fachärzten und anderen Experten nicht tragbar ist und bei den Konsumenten zahlreiche Fragen aufwirft.</p>



<p>Um die drei häufigsten Fragen schnell und einfach beantworten zu können, hat das Deutsche Weininstitut die wissenschaftliche Expertise der DWA genutzt und einen Quick-Facts-Flyer entworfen, den Florian Koch vorstellte. „Ist wirklich jeder Schluck Alkohol schädlich?&#8220;, „Was sagt die Wissenschaft wirklich?&#8220; und „Gilt das alles auch für Wein?&#8220; – diese drei Fragen werden in gut nachvollziehbarer Weise beantwortet und sind für alle Weinerzeuger eine Orientierung und Hilfestellung in der Argumentation. Weitere Informationen unter <a href="https://www.deutscheweine.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.deutscheweine.de</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auf dem Weg in das romanische Bezeichnungsrecht</h2>



<figure class="wp-block-image size-large" style="margin-bottom:27px"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="918" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-bezeichnungsrecht-1200x918.png" alt="Präsentationsfolie zu den gesetzlichen Bestimmungen für Erstes und Grosses Gewächs" class="wp-image-2784" srcset="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-bezeichnungsrecht-1200x918.png 1200w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-bezeichnungsrecht-900x689.png 900w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-bezeichnungsrecht-768x588.png 768w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-bezeichnungsrecht-1536x1175.png 1536w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-bezeichnungsrecht-2048x1567.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>In seinem zweiten Vortrag beantwortete Florian Koch die Frage „Wo steht Deutschland auf dem Weg in das romanische Bezeichnungsrecht?&#8220; und berichtete über den aktuellen Stand bei der Einführung des romanischen Bezeichnungsrechtes.</p>



<p>Beide Vorträge fanden großes Interesse bei den WEINREFERENTEN, was die folgende Diskussion und Wortbeiträge zeigten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large" style="margin-bottom:27px"><img loading="lazy" decoding="async" width="675" height="1200" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-duhme-koch-675x1200.jpg" alt="Denis Duhme von Die WEINREFERENTEN und Florian Koch vom DWI nach dem Vortrag" class="wp-image-2783" srcset="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-duhme-koch-675x1200.jpg 675w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-duhme-koch-506x900.jpg 506w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-duhme-koch-768x1365.jpg 768w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-duhme-koch-864x1536.jpg 864w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-duhme-koch-1152x2048.jpg 1152w, https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2026/04/dwi-vortrag-weinreferenten-duhme-koch-scaled.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px" /></figure>



<p><a href="https://www.weinreferenten.de/mitglieder/denis-duhme/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Denis Duhme</a> von Die WEINREFERENTEN bedankte sich am Ende begleitet von großem Beifall für die informativen, spannenden und kurzweiligen Vorträge bei Florian Koch.</p>



<p><em>Denis Duhme (li.) mit Florian Koch vom DWI</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Muss es immer trocken sein?</title>
		<link>https://www.weinreferenten.de/weinwissen/muss-es-immer-trocken-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Falco Kleinschmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2016 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FuW]]></category>
		<category><![CDATA[Mosel]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
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					<description><![CDATA[Können Süßweine wirklich edel sein? Hierzulande ist das eine typische Frage. Dabei macht ein Blick in die Vergangenheit unmissverständlich klar: Süßweine galten immer als etwas ganz Besonderes. Die einfachen Weine waren stets trockene Weine. Nur hin und wieder schenkte die Natur den Trauben so viel Süße, dass nach der Gärung noch davon übrig blieb. Immer, ... <a title="Muss es immer trocken sein?" class="read-more" href="https://www.weinreferenten.de/weinwissen/muss-es-immer-trocken-sein/" aria-label="Mehr Informationen über Muss es immer trocken sein?">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2423 size-large" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/riesling-suessweine-von-der-mosel.jpg" alt="Riesling Süßweine von der Mosel" width="580" height="435" /></p>
<p>Können Süßweine wirklich edel sein? Hierzulande ist das eine typische Frage. Dabei macht ein Blick in die Vergangenheit unmissverständlich klar: Süßweine galten immer als etwas ganz Besonderes. Die einfachen Weine waren stets trockene Weine. Nur hin und wieder schenkte die Natur den Trauben so viel Süße, dass nach der Gärung noch davon übrig blieb. Immer, wenn im Gärvorgang nicht alle Süße zu Alkohol umgesetzt wird, entstehen Süßweine. Die Produktionsmengen sind jedoch unbestimmt und in aller Regel minimal. Allein schon deshalb genossen Süßweine stets eine besondere Wertschätzung. Sie waren rar, begehrt und teuer. So wurden im 19. Jahrhundert die Riesling-Auslesen des Rheingauer Weinguts Robert Weil an viele Kaiser- und Königshäuser Europas geliefert und erzielten Preise, die diejenigen der berühmten Premier-Cru-Rotweine aus dem Médoc noch übertrafen.</p>
<h2>Die Folgen von Wirtschaftswunder und Massenkonsum</h2>
<p>Wirtschaftskrise und zwei Weltkriege führten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu großen Turbulenzen, die auch die Nachfrage für hochwertige Weine kräftig durcheinander wirbelten. Langfristig bedeutsamer – speziell für den Süßweinsektor –  waren dann aber Entwicklungen in den 60er und 70er Jahren. Neue Techniken mit erheblichem Rationalisierungspotenzial erhielten Einzug in die Weinbergs- und Kellerarbeit. Die Ergebnisse dieser zunehmenden Industrialisierung der Weinproduktion sind bekannt: Die Erträge stiegen, die Weinqualität sank. Und als man dann auch noch begann, die Schwächen der Weine systematisch durch den Zusatz von Süße zu kaschieren, war ein historischer Tiefpunkt erreicht. Dabei schien die Rechnung zunächst sogar aufzugehen, denn der Nachfragetrend zu billigen süßen Weinen spielte den Winzern in die Karten.</p>
<h2>Liebfrauenmilch als Imageträger</h2>
<p>Neue Techniken erlaubten es, massenhaft Süßweine zu erzeugen. Trockenen, durchgegorenen Weinen wurde vor der Flaschenfüllung steril gehaltener Süßmost, sogenannte „Süßreserve“ zugegeben. Der beigemischte Traubensaft machte die Weine nicht nur süß, sondern kaschierte auch Fehler und Schwächen. Auf Qualitätsaspekte brauchte man also immer weniger Rücksicht zu nehmen. Eine Preisspirale nach unten setzte ein. Immer öfter wurden Spät- und Auslesen für lächerliche D-Mark-Beträge angeboten. Die billig süßen Abfüllungen feierten einen Markterfolg nach dem anderen und die „Liebfrauenmilch“, ein lieblich-süßer Wein auf unterstem Niveau wurde zum Publikumsschlager.</p>
<h2>Bitte nur noch trocken!</h2>
<p>Diese billig-süßen Kunstprodukte haben nicht nur das Image des deutschen Weins in der ganzen Welt stark beschädigt, sondern hierzulande auch das generelle Ansehen von Weinen aller Süßegrade ruiniert. Selbst die seriösen und qualitativ hochwertigen Vertreter, die sich dem Trend widersetzten, wurden von dem Negativsog erfasst. Spätestens ab Anfang der 1980er Jahre galt: Wer was auf sein Image hält, trinkt trocken. Diese Einstellung verbreitete sich zunächst langsam, dann immer schneller und erfasste schließlich eine ganze Generation „seriöser“ Weintrinker. Auf einem Auge blieben sie dauerhaft blind. Auch heute noch hören die Weinreferenten in ihren Veranstaltungen: „Der ist ja süüüß!“ Und weil er süß ist, fällt er durch, ganz ohne weitere Prüfung.</p>
<h2>Die Klassiker sind die Verlierer</h2>
<p>Der Typus der leichten, fruchsüßen Weine hatte hierzulande am meisten unter dieser Entwicklung zu leiden. Dabei können gerade diese Vertreter besonders köstlich sein. Da solche Weine nur unter klimatischen Sonderbedingungen möglich sind, genießen die kühlen deutschen Anbaugebiete hier ein weltweites Alleinstellungsmerkmal. Nur wenn kühle Witterungsverhältnisse mit einer langen Vegetationsperiode einhergehen, können vollreife Trauben mit gutem Säureniveau entstehen. Das ergibt lebendige, trinkanimierende Weine mit moderater Süße. Säure als Gegengewicht zur Süße ist entscheidend, damit das Süßeempfinden am Gaumen nicht zu üppig ausfällt oder gar als unangenehm-klebriger Eindruck wahrgenommen wird. Wenn alles passt, befinden sich Säure und Süße in einem wohlproportionierten Gleichgewicht und halten sich wechselseitig in Schach.</p>
<h2>Traumhafte Balance</h2>
<p>In den kühleren deutschen Weinbaugebieten, allen voran an der Mosel und ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer, finden sich die besten Bedingungen für diesen leichten, trinkanimierenden Süßweintyp. Und keine andere Rebsorte kann die natürlichen Umstände dieser Region so gut in edlen Wein umsetzen wie die Rieslingtraube. In der Nase überzeugen diese Weine mit einer enormen Fruchtkomplexität. Noten von Pfirsichen, reifen Äpfeln, frischen Aprikosen und Cassiswerden ergänzt durch zarte Blütendüfte. Am Gaumen beschreiben sie einen faszinierenden Spannungsbogen zwischen delikater Fruchtsüße und animierender, erfrischender Säure und Mineralität. Selbst bei höheren Süßewerten verlieren diese Weine ihre herrlich rassige, temperamentvolle Art nur selten.</p>
<h2>Solo oder zum Essen?</h2>
<p>Für mich sind diese Weine die idealen Begleiter für stimmungsvolle Abende im Freundeskreis. Sie wecken den Geist und lösen die Zunge und da sie weder satt noch betrunken machen, schadet es nicht, sich ein Gläschen mehr von ihnen zu genehmigen. Nach ein paar Jahren Flaschenreife machen sie auch als Speisenbegleiter eine gute Figur. Die sensorische Präsenz ihrer Süße ist in den Hintergrund getreten und sie trachten nicht mehr danach, dem Essen die Show zu stehlen. Nun sind sie nahezu universell einsetzbar und machen selbst zu klassischen Fleischgängen, besonders zu Wildgerichten mit Waldfrüchten eine gute Figur.</p>
<h2>Gegensätze ziehen sich an</h2>
<p>Jüngere Vertreter passen zu Gerichten mit kaum merklicher Süße, Saucen mit süßer Sahne, allerlei aus der asiatischen Küche und indische Currys. In Kombination mit würzigen und scharfen Speisen machen diese Weine eine exzellente Figur. Sie nehmen den Gerichten ihre Schärfe, besänftigen sie und wirken dabei selbst geschmacklich fast trocken. Auch zu salzigem Käse und Salzgebäck passen sie hervorragend. Ebenso zu Melone mit salzigem Schinken.</p>
<h2>Als Dessertbegleiter ungeeignet</h2>
<p>Gute Dessertbegleiter sind diese Weine allerdings nicht. Dafür sind sie einfach nicht süß genug. Allein die Auslesen, deren Süße meist merklich intensiver ist, können Apfelkuchen oder nicht allzu süße Fruchtdesserts perfekt begleiten. Für eine Crême caramel reicht es jedoch auch bei Ihnen nicht.</p>
<h2>Top-Jahrgang 2015</h2>
<p>Gebt diesen wundervoll leichten, fruchtsüßen Weinen eine Chance! In meinen Veranstaltungen beobachte ich bereits eine Trendwende. Insbesondere die jüngere Generation geht da vorurteilsfreier und ohne Berührungsägste heran. Das sind gute Zeichen. Wer jetzt auf die Suche geht dürfte mit etwas Glück noch das ein oder andere Exemplar aus dem exzellenten Jahrgang 2015 finden.</p>
<p>Lasst es Euch schmecken!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wein-Fachstudienreise mit Gastronomen</title>
		<link>https://www.weinreferenten.de/weinreisen/wein-fachstudienreise-mit-gastronomen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Kugel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2016 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FuW]]></category>
		<category><![CDATA[Mosel]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum 7. Mal organisierte FuW-Mitglied Michael Kugel eine Fachstudienreise und begleitete eine Kundengruppe der SB Union, der C+C Großmarkt der EDEKA Hessenring. Am 26. + 27. September 2016 ging es in den Rheingau und an die Mosel. Der Erste Tag war geprägt von 1200 Jahren einzigartiger Weinbaukultur und Deutscher Geschichte. Zudem gilt Johannisberg als das ... <a title="Wein-Fachstudienreise mit Gastronomen" class="read-more" href="https://www.weinreferenten.de/weinreisen/wein-fachstudienreise-mit-gastronomen/" aria-label="Mehr Informationen über Wein-Fachstudienreise mit Gastronomen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_2403" aria-describedby="caption-attachment-2403" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2403" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_03.jpg" alt="Schloss Johannisberg, Reisegruppe der Gastronomen" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2403" class="wp-caption-text">Schloss Johannisberg, Reisegruppe der Gastronomen</figcaption></figure></p>
<p>Zum 7. Mal organisierte FuW-Mitglied <a href="http://www.weinreferenten.de/?slider=fuw-mitglied-michael-kugel">Michael Kugel</a> eine Fachstudienreise und begleitete eine Kundengruppe der SB Union, der C+C Großmarkt der EDEKA Hessenring. Am 26. + 27. September 2016 ging es in den Rheingau und an die Mosel.</p>
<p>Der Erste Tag war geprägt von 1200 Jahren einzigartiger Weinbaukultur und Deutscher Geschichte. Zudem gilt Johannisberg als das älteste Weingut für den Riesling. So standen zunächst die besonderen Weinlagen auf Taunusquarzitboden im Focus. Bei der Weinprobe im Spiegelsaal konnten die finessenreichen, eleganten und mineralischen Weißweine erlebt werden. Vorab ging es tief hinab in den Gewölbekeller, in dem Riesling-Jahrgänge lagern, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Mehr unter <a href="http://www.schloss-johannisberg.de/domaene.htm" target="_blank" rel="noopener">www.schloss-johannisberg.de/domaene.htm</a>.</p>
<p><figure id="attachment_2401" aria-describedby="caption-attachment-2401" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2401" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_01.jpg" alt="Blick in den Rheinau vom Niederwalddenkmal" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2401" class="wp-caption-text">Blick in den Rheinau vom Niederwalddenkmal</figcaption></figure></p>
<p>Am Rhein pulsiert Geschichte. Seit 2000 Jahren ist der Strom der wichtigste Verkehrsweg für den kulturellen Austausch zwischen Süd- und Nordeuropa. Am Rüdesheimer Niederwalddenkmal mit dem Monument der „Germania“ wird nicht nur der Reichtum der Landschaft, sondern auch historisches und künstlerisches sichtbar. Vom Oberen Mittelrheintal (seit 2002 UNESCO Weltnaturerbe) setzte sich die Fahrt weiter nach Trier fort.</p>
<p>In der ältesten Stadt Deutschlands wurde die Reisegruppe in der Sektkellerei Bernard-Massard von Martin Schultz empfangen und kulinarisch verwöhnt. Eine der letzten privaten Sektkellereien Deutschlands produziert ein breites Sortiment besonderer Flaschengärsekte und ist darüber hinaus Importeur internationaler Weine. Eigene Weingüter in Frankreich und Luxemburg gehören zum Unternehmen. Mehr unter <a href="http://www.bernard-massard.de" target="_blank" rel="noopener">www.bernard-massard.de</a>.</p>
<p>Nach einer sensorischen Vergleichs-Verkostung internationaler Weine aus Europa und Übersee kam ein langer, eindruckvoller Tag an der Hauseigenen Schulungs-Bar zum Abschluss. Zur Firmengruppe zählen auch die MONIN Sirupe. Thomas Panroth, Barmeister und Monin Markenbotschafter mixte und rührte die neuesten Trends im Bereich „Limonaden“.</p>
<p><figure id="attachment_2402" aria-describedby="caption-attachment-2402" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2402" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_02.jpg" alt="Thomas Panroth an der Schulungs-Bar" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2402" class="wp-caption-text">Thomas Panroth an der Schulungs-Bar</figcaption></figure></p>
<p>Am 2. Tag ging es moselabwärts zum Weinort Trittenheim. Der hübsche Ort liegt an einer der schönsten Moselschleifen und ist berühmt für die Riesling-Steillagen. Der Besuch galt dem Weingut Claes-Schmitt Erben. Winzer Niko Schmitt empfing die Gastronomen hoch oben über dem Ort und wanderte mit allen durch die Weinberge bis zur Spitzenlage „Apotheke“. Dort kamen die Weine aus dieser Steillage ins Glas. Mehr unter <a href="http://weingut-schmitt-erben.de" target="_blank" rel="noopener">weingut-schmitt-erben.de</a>.</p>
<p><figure id="attachment_2405" aria-describedby="caption-attachment-2405" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2405" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_05.jpg" alt="Weingut Claes Schmitt Erben" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2405" class="wp-caption-text">Weingut Claes Schmitt Erben</figcaption></figure></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2406" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_06.jpg" alt="Winzer Niko Schmitt und Michael Kugel" width="580" height="774" /></p>
<p><figure id="attachment_2408" aria-describedby="caption-attachment-2408" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2408" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_08.jpg" alt="Steillage bei Trittenhaim/Mosel" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2408" class="wp-caption-text">Steillage bei Trittenhaim/Mosel</figcaption></figure></p>
<p>Nach den atemberaubenden Ausblicken über das Tal, den exzellenten Weinen und einem selbstgekochten Winzer-Mittagessen ging‘s aufs Wasser. Auf einem Nachbau eines römischen Weinschiffes konnten die Top-Weinlagen an den Hängen Europas schönstem Flusslauf nochmals in aller Ruhe vom Wasser aus bestaunt und be-/getrunken werden.</p>
<p><figure id="attachment_2407" aria-describedby="caption-attachment-2407" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2407" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_07.jpg" alt="Martin Schultz und das Weinschiff der Römer" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2407" class="wp-caption-text">Martin Schultz und das Weinschiff der Römer</figcaption></figure></p>
<p><figure id="attachment_2409" aria-describedby="caption-attachment-2409" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2409" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_09.jpg" alt="Auf dem Weinschiff" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2409" class="wp-caption-text">Auf dem Weinschiff</figcaption></figure></p>
<p><figure id="attachment_2404" aria-describedby="caption-attachment-2404" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2404" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/sb-union-weinreise-2016_04.jpg" alt="Weinglas auf der Mosel" width="580" height="326" /><figcaption id="caption-attachment-2404" class="wp-caption-text">Auf der Mosel</figcaption></figure></p>
<p>Am Ende der Reise kamen knapp 40 Spitzenweinen ins Glas. Die erlebten Eindrücke werden allen Mitreisenden noch lange in Erinnerung bleiben.</p>
<p>Winzer Niko Schmitt und Michael Kugel</p>
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