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	<title>Judith Wefers &#8211; Die Weinreferenten</title>
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	<title>Judith Wefers &#8211; Die Weinreferenten</title>
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		<title>Chenin Blanc – Ein edler Alleskönner verdient mehr Aufmerksamkeit</title>
		<link>https://www.weinreferenten.de/weinverkostungen/chenin-blanc-ein-edler-alleskoenner-verdient-mehr-aufmerksamkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Judith Wefers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2019 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinverkostungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Chenin Blanc ist ein Allroundtalent. Diese Eigenschaft kann jedoch manchmal mehr Fluch als Segen bedeuten. Dabei weist er eine so umfassende Bandbreite an Stilistiken auf, wie kaum eine, vielleicht keine der Rebsorten die zum Kreis der Cépages noble gehören. Von trocken bis edelsüß, im Holz oder Stahltank, als Still- oder Schaumwein ausgebaut, deckt er alle ... <a title="Chenin Blanc – Ein edler Alleskönner verdient mehr Aufmerksamkeit" class="read-more" href="https://www.weinreferenten.de/weinverkostungen/chenin-blanc-ein-edler-alleskoenner-verdient-mehr-aufmerksamkeit/" aria-label="Mehr Informationen über Chenin Blanc – Ein edler Alleskönner verdient mehr Aufmerksamkeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Chenin Blanc ist ein Allroundtalent. Diese Eigenschaft kann jedoch manchmal mehr Fluch als Segen bedeuten. Dabei weist er eine so umfassende Bandbreite an Stilistiken auf, wie kaum eine, vielleicht keine der Rebsorten die zum Kreis der Cépages noble gehören. Von trocken bis edelsüß, im Holz oder Stahltank, als Still- oder Schaumwein ausgebaut, deckt er alle Facetten ab die die Kellerwirtschaft zu bieten hat.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da er zudem sehr hohe Erträge bringen kann, findet man ihn immer wieder als „Bückware“ im Supermarkt (so nennt der Handel Produkte, die in den unteren Regalreihen einsortiert werden und die die verkaufsfördernde Platzierung auf Augenhöhe des Kunden nicht verdient haben). Dort verstaubt er nur deshalb nicht, weil er sich am untersten Ende der Preisskala befindet. </p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Vertreter-der-Chenin-Blanc-Association.jpg" data-lbwps-width="2000" data-lbwps-height="1155" data-lbwps-srcsmall="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Vertreter-der-Chenin-Blanc-Association-900x520.jpg"><img decoding="async" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Vertreter-der-Chenin-Blanc-Association.jpg" alt="Vertreter der Chenin Blanc Association" class="wp-image-5410"/></a><figcaption>Vertreter der Chenin Blanc Association</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Chenin Blanc Association den Fachverband unabhängiger Weinreferenten bei seiner Studienreise nach Südafrika einlud, um ein Dutzend trockener Vertreter der Rebsorte zu präsentieren, waren die Erwartungen zugegebenermaßen nicht allzu hoch. Die positive Überraschung war umso größer, als deutlich wurde, welche Weine die Rebsorte hervorbringt, wenn beispielsweise mit alten Reben, dem richtigen Holzeinsatz, erheblicher Ertragsreduzierung und vor allem aber mit Zeit und Beharrlichkeit gearbeitet wird.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Weinberge-des-Jordan-Wine-Estate.jpg" data-lbwps-width="2000" data-lbwps-height="1333" data-lbwps-srcsmall="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Weinberge-des-Jordan-Wine-Estate-900x600.jpg"><img decoding="async" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Weinberge-des-Jordan-Wine-Estate.jpg" alt="Weinberge des Jordan Wine Estate" class="wp-image-5409"/></a><figcaption> <br> Weinberge des Jordan Wine Estate</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So wird der Jardin Inspector Péringuey Chenin Blanc des Jordan Wine Estate aus über 30 Jahre alten Reben gekeltert, im mehrfach belegten Barrique vergoren und für 8 Monate auf der Hefe gelagert, um dann mit einem im Stahl ausgebauten Wein derselben Rebsorte, rückverschnitten zu werden. Das Ergebnis ist ein Chenin Blanc mit fester Struktur, griffiger Säure und Aromen von reifer Birne, etwas Quitte und einer Vielfalt tropischer Früchte, die auf angenehme und dezente Art immer sehr präsent sind. Dabei ist dieser Wein nur ein Beispiel von zwölf interessanten Repräsentanten des Chenin Blanc, die die Verkostung zu einem spannenden Erlebnis werden ließen.  </p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Chenin-Blanc-Verkostung.jpg" data-lbwps-width="2000" data-lbwps-height="840" data-lbwps-srcsmall="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Chenin-Blanc-Verkostung-900x378.jpg"><img decoding="async" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Chenin-Blanc-Verkostung.jpg" alt="Chenin Blanc Verkostung" class="wp-image-5412"/></a><figcaption>Chenin Blanc Verkostung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den
trockenen Weinen dieser Jahrhunderte alten Rebsorte, gibt es am Kap
zudem unzählige edelsüße Varianten auf höchstem Qualitätsniveau.
So wundert es nicht, dass er in seiner „Wahlheimat“ Südafrika
das Rebsortenranking anführt. Mit ca. 18.500 ha übersteigt er weit
die Anbaufläche seines Ursprungslandes Frankreich (ca. 9800 ha).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ganz anderen Dimensionen wird Chenin Blanc in Asien angebaut. Mit weniger als 20 ha ist die Anbaufläche in Thailand verschwindend gering. Und doch zeigt sich dort ein weiteres Phänomen der vielseitigen Sorte: sie kann in Breitengraden hochwertige Weine hervorbringen, wo laut Lehrbuch gar kein Weinbau möglich ist. Die Weinberge der Monsoon Valley Winery befinden sich auf dem 13.° nördlicher Breite und liegen somit fernab der herkömmlichen Anbaugebiete. Dennoch braucht sich der Chenin Blanc Late Harvest im internationalen Vergleich keineswegs vor anderen Süßweinen zu verstecken und hat nicht durch Zufall weltweit zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Die Aromen von reifen, tropischen Früchten, Pfirsich und Quitte mit Anklängen von Akazienhonig und einer strukturgebenden Säure am Gaumen, lassen das Herz eines jeden Dessertwein-Liebhabers höher schlagen.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Cremants-Bouvet-Ladubay-und-Late-Harvest-Monsoon-Valley.jpg" data-lbwps-width="1145" data-lbwps-height="1500" data-lbwps-srcsmall="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Cremants-Bouvet-Ladubay-und-Late-Harvest-Monsoon-Valley-687x900.jpg"><img decoding="async" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Cremants-Bouvet-Ladubay-und-Late-Harvest-Monsoon-Valley.jpg" alt="Cremants Bouvet Ladubay und Late Harvest Monsoon Valley" class="wp-image-5411"/></a><figcaption>Cremants Bouvet Ladubay und Late Harvest Monsoon Valley</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich
weiterverbreitet als dieser „fernöstliche Exot“ sind die
traditionellen Crémants und Stillweine der Loire, die auf Chenin
Blanc basieren und mitunter eine extrem hohe Lagerfähigkeit
aufweisen. 
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch hat sich
die weltweite, Rebfläche der Sorte innerhalb von nur 20 Jahren von
knapp 60.000 ha (1990) auf etwa 35.100 ha (2010) fast halbiert. Zum
Vergleich: Im selben Zeitraum ist Sauvignon Blanc flächenmäßig um
das 2,5fache auf über 111.000 ha angewachsen. Verwunderlich ist
diese Entwicklung durchaus. Zeigt er seine enorme Aromenvielfalt doch
immer mit einer positiven Bescheidenheit, die es so schwer macht,
sich an dieser Rebsorte sattzutrinken. 
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Venta la Vega – das neue Projekt von Raúl Peréz</title>
		<link>https://www.weinreferenten.de/weinverkostungen/venta-la-vega-das-neue-projekt-von-raul-perez/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Judith Wefers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinverkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[FuW]]></category>
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					<description><![CDATA[Weinjournalisten und Experten der Weinbranche waren am Montagabend nach der Pro Wein ins Gourmetrestaurant Victorian in Düsseldorf eingeladen, um das neue Projekt von Raúl Peréz kennenzulernen. Er ist einer der Starönologen Spaniens und gehört zu den Top 5 der iberischen Weinmacher. Raúl Peréz hat sich einem neuen, ehrgeizigen Projekt angenommen, dass sich zum Ziel gesetzt ... <a title="Venta la Vega – das neue Projekt von Raúl Peréz" class="read-more" href="https://www.weinreferenten.de/weinverkostungen/venta-la-vega-das-neue-projekt-von-raul-perez/" aria-label="Mehr Informationen über Venta la Vega – das neue Projekt von Raúl Peréz">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_20170320_231024.jpg" data-lbwps-width="2448" data-lbwps-height="1632" data-lbwps-srcsmall="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_20170320_231024-900x600.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-2833" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_20170320_231024.jpg" alt="" width="580" height="387" /></a></p>
<p>Weinjournalisten und Experten der Weinbranche waren am Montagabend nach der Pro Wein ins Gourmetrestaurant Victorian in Düsseldorf eingeladen, um das neue Projekt von Raúl Peréz kennenzulernen.</p>
<p>Er ist einer der Starönologen Spaniens und gehört zu den Top 5 der iberischen Weinmacher. Raúl Peréz hat sich einem neuen, ehrgeizigen Projekt angenommen, dass sich zum Ziel gesetzt hat, die Weine von 250 ha ökologisch bewirtschafteten Rebflächen auf die Flasche zu bringen.</p>
<p>Um dabei einem sehr hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, wurde Peréz, der vom Feinschmecker zum „Besten Önologen 2014“ gewählt wurde, engagiert.</p>
<p>Für den Kenner des spanischen Weinbaus stellt sich die Frage, warum sich einer, der dafür bekannt ist, mit sehr überschaubaren Mengen zu arbeiten, sich einem so großen Projekt zu verantworten. Darauf geht Raúl Peréz selber direkt zu Beginn des Abends ein und berichtet von den Menschen mit denen er zusammenarbeitet und dass er vom wirtschaftlichen Leiter bis zum Kellerteam eine äußerst ansprechende Arbeitsatmosphäre vorgefunden hat.</p>
<p>Zudem reizt ihn die Granacha Tintorera, eine echte Herausforderung für jeden Önologen, und sagt: „Wer aus der Granacha Tintorera in einem heißen Gebiet, einen guten Wein machen kann, der kann überall Wein machen.“ Dabei stehen ihm die Sorgen immer noch ins Gesicht geschrieben, wenn er davon berichtet wie ihm einmal der Alkohol auf 15 % vol geschossen ist, ohne dass der Most begonnen hat, seine Farbe zu ändern.</p>
<p>Begleitet von exzellentem Essen, war es ein sehr informativer und spannender Abend. Nachdem wir die ersten vielversprechenden Weine von Venta la Vega probieren durften, sind wir sehr gespannt auf das, was da in den nächsten Jahren noch kommen wird.</p>
<p><a href="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_20170320_205353.jpg" data-lbwps-width="2448" data-lbwps-height="3264" data-lbwps-srcsmall="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_20170320_205353-675x900.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-2832" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/IMG_20170320_205353-scaled.jpg" alt="" width="580" height="774" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Spätburgunder-Symposium in Bad Neuenahr</title>
		<link>https://www.weinreferenten.de/weinverkostungen/das-spaetburgunder-symposium-in-bad-neuenahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Judith Wefers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weinverkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[FuW]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Liebeserklärung an den deutschen Wein und Sekt Eigentlich müsste man die Qualitäten des Weins aus dem deutschsprachigen Raum nicht explizit hervorheben. Wären da nicht immer wieder die Nachfragen bei Buchungen der Seminare: „Wir trinken am liebsten französische Weine, können Sie das bei den Proben bitte berücksichtigen?“ oder „Mein Mann mag aber keinen deutschen Wein, ... <a title="Das Spätburgunder-Symposium in Bad Neuenahr" class="read-more" href="https://www.weinreferenten.de/weinverkostungen/das-spaetburgunder-symposium-in-bad-neuenahr/" aria-label="Mehr Informationen über Das Spätburgunder-Symposium in Bad Neuenahr">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Bild_Pinot-Noix.jpg" data-lbwps-width="741" data-lbwps-height="743" data-lbwps-srcsmall="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Bild_Pinot-Noix.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-2828" src="https://www.weinreferenten.de/wp-content/uploads/2025/05/Bild_Pinot-Noix.jpg" alt="" width="580" height="582" /></a></h2>
<h2>Eine Liebeserklärung an den deutschen Wein und Sekt</h2>
<p>Eigentlich müsste man die Qualitäten des Weins aus dem deutschsprachigen Raum nicht explizit hervorheben. Wären da nicht immer wieder die Nachfragen bei Buchungen der Seminare: „Wir trinken am liebsten französische Weine, können Sie das bei den Proben bitte berücksichtigen?“ oder „Mein Mann mag aber keinen deutschen Wein, lieber spanische oder Italiener, sonst auch aus Übersee.“</p>
<p>Alle die ähnlich denken, hätten auf dem Spätburgunder in Bad Neuenahr, dabei sein sollen. Überwältigend was es dort zu verkosten gab.</p>
<p>Nein, ich sehe nicht alles durch sie (rosa) rote Brille und natürlich ist es wichtig, intern akribisch ins Detail zu gehen und zu diskutieren, welche Klone die richtigen sind und wie wie viel Schwefel denn nun verwendet werden soll, oder lieber doch nicht. Aber für alle, die am Ende der Produktionskette stehen und das Glück haben, diese Weine einfach nur genießen zu dürfen, ist das was auf der Leistungsshow gezeigt wurde, an Trinkspaß und -genuss für Rotwein und Sekt kaum zu überbieten.</p>
<p>Spannend, die „alten Bekannten“ der Spätburgunderszene wie Adeneuer, Kreuzberg, Stodden und Molitor und die vielen anderen im direkten Vergleich zu verkosten. Und wer mit Württemberg immer noch die einfachen Trollinger und Kerner verbindet (die in meinem Genussrepertoire, zum richtigen Anlass, ebenfalls ihren Platz haben), hat die Spätburgunder von Dautel und Schnaitmann wahrscheinlich noch nie probiert.</p>
<p>Besonders interessiert hat mich, Spätburgunder kennenzulernen, dessen Namen mir bekannt waren, die ich bis dato aber noch nie im Glas hatte. Sehr vielversprechend die Vertikale von 2011 bis 2014 von Ziereisen, der im südlichsten Zipfel Badens beheimatet ist. Die Wehmut über das leere Glas geht direkt in die Vorfreude über, irgendwann einmal seine gesamte Kollektion kennen lernen zu dürfen.</p>
<p>Das geht bei einem anderen Winzer leider nicht. Bereits in der letzten Ausgabe der Vinum als Aufsteiger angekündigt, hat Daniel Twardowski von der Mosel nur (s)einen Spätburgunder, wobei man das „nur“ sofort streichen sollte, sobald man den Wein probiert hat. Mit dem 2011er als seinen ersten Jahrgang ist eine Steigerung auf bereits sehr hohem Niveau bis 2014 erkennbar, dieser ist allerdings noch nicht im Verkauf und alles andere schon ausverkauft.</p>
<p>Soviel zum „deutschsprachigen“ Wein. Was unbedingt noch erwähnt werden muss: der heimische Sekt. Spätestens seit ich vor einigen Monaten den Muskattrollinger Sekt von Kistenmacher-Hengerer oder den Jahrgangs-Riesling vom Schloss Neuweier aus Baden-Baden getrunken habe, beschäftigt mich die Frage: warum wird immer noch so viel Geld für Marken-Champagner ausgegeben? Große Erwartungen, die die beiden zuvor genannten geweckt haben, wurde mit Griesel und Raumland weit übertroffen. Noch dazu sind sie, in Bezug auf den Geldbeutel, wahre Schnäppchen im Vergleich zum erwähnten französischen Schaumwein, bei dem keiner weiß, wie lange er dem Neonlicht der Supermärkte bereits ausgesetzt war.</p>
<p>Wer dem inländischen Wein und Sekt immer noch skeptisch gegenübersteht, der sei eingeladen zu verkosten und zu genießen was das Zeug hält, denn Vielfalt und Qualität kennen hierzulande kaum Grenzen.</p>
<p>Mit dem aufgefrischten Wissen um die edlen Schätze im eigenen Land, wird es umso mehr Freude bereiten, das internationale Parkett des Weins, auf der Pro Wein in Düsseldorf, auch in diesem Jahr wieder zu erkunden.</p>
<p>Fazit: Wer Spätburgunder kann, kann alles!</p>
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